In einem Markt von der Grösse der Deutschschweiz sind die meisten Suchberichte auf den ersten Blick enttäuschend: dreistellige Klickzahlen, Positionen mit Nachkommastelle, Kurven, die kaum ausschlagen. Wer daraus schliesst, es gebe nichts zu sehen, liest den falschen Teil des Berichts.
Ein Zürcher Anbieter mit sechzig Mitarbeitenden bekommt im Quartal vielleicht vierhundert Klicks aus der organischen Suche. Dieselbe Firma schliesst in diesem Quartal drei Verträge ab, von denen zwei mit einer Suchanfrage begonnen haben. Beide Sätze stehen im selben Bericht, aber nur der erste springt ins Auge. Der zweite steht in der Aufteilung nach Abfragen, im Länderschnitt und im Vergleich zweier Zeiträume — an Stellen, die man aufsuchen muss.
Dieser Beitrag geht die Auswertung so durch, wie sie in einem kleinen, mehrsprachigen und stark umkämpften Markt tatsächlich gebraucht wird. Die Ansichten stammen aus dem Arbeitsbereich von Semalt, in dem Search-Console-Daten und Positionsverfolgung nebeneinander liegen; die Fragen dahinter gelten unabhängig vom Werkzeug.
Zwei Datenquellen, die verschiedene Fragen beantworten
Search Console und Positionsverfolgung werden gern in einen Topf geworfen, obwohl sie unterschiedliche Dinge messen. Die Search Console berichtet, was tatsächlich passiert ist: welche Anfrage zu einer Einblendung führte, ob jemand klickte, an welcher Stelle die Seite dabei stand. Sie kennt nur Anfragen, bei denen Ihre Seite überhaupt erschienen ist. Die Positionsverfolgung fragt umgekehrt: Für diese Liste von Begriffen — wo stehen wir heute, und wer steht daneben?
Der Unterschied wird in einem kleinen Markt bedeutsam. Anfragen mit zwanzig Suchen im Monat tauchen in der Search Console als Zeile mit einer einzigen Einblendung auf oder gar nicht, weil das System sehr seltene Anfragen aus Datenschutzgründen weglässt. In der Positionsverfolgung stehen sie trotzdem, wenn Sie sie hineingeschrieben haben. Genau dort liegen in der Schweiz oft die Begriffe, die zu Aufträgen führen.
Im automatisierten Kampagnenbetrieb liegen beide Quellen im selben Projekt, mit demselben Zeitraum und derselben Domain-Auswahl. Das klingt nach einer Kleinigkeit und spart in der Praxis die halbe Auswertungszeit, weil das Umrechnen zwischen zwei Werkzeugen entfällt. Wer nur eine Domain betreut, merkt davon wenig; wer eine Gruppe betreut, merkt es ab dem dritten Projekt sehr deutlich.
Ein zweiter Unterschied betrifft die Zeitachse. Die Search Console kennt nur die Vergangenheit und liefert sie mit zwei Tagen Verzug; die Positionsverfolgung misst den heutigen Stand und baut daraus eine Kurve über achtundzwanzig Tage. Wer beide Kurven übereinanderlegt und feststellt, dass sie nicht deckungsgleich sind, hat keinen Fehler gefunden, sondern zwei korrekte Messungen mit unterschiedlichem Bezugspunkt. Interessant wird es erst, wenn sie über mehrere Wochen in entgegengesetzte Richtungen laufen — dann steckt meist ein Wechsel im Ergebnisformat dahinter, etwa eine neue Antwortbox über den zehn blauen Links.
Vier Zahlen, die einzeln alle in die Irre führen
Der Bericht liefert Einblendungen, Klicks, Klickrate und mittlere Position. Jede dieser Zahlen hat eine bekannte Schwäche, und in einem kleinen Markt fallen die Schwächen stärker ins Gewicht als anderswo. Der Grund ist Arithmetik: Je kleiner der Nenner, desto lauter das Rauschen.
Einblendungen und Klicks
Die beiden absoluten Zahlen — und warum ihr Verhältnis mehr sagt als jede für sich.
- Einblendungen zählen jedes Erscheinen in einer Ergebnisliste, auch auf Seite drei, auch wenn niemand so weit scrollt.
- Klicks zählen den Besuch. In der Schweiz oft mit einem Faktor zehn oder mehr unter den Einblendungen, weil viele Anfragen informierend gemeint sind.
- Steigende Einblendungen bei gleichen Klicks bedeuten meist, dass Sie für breitere, unpassendere Anfragen sichtbar werden.
- Sinkende Einblendungen bei gleichen Klicks sind selten ein Problem — das Feld ist enger geworden, die Passung besser.
Klickrate und mittlere Position
Zwei abgeleitete Werte, die bei kleinen Zahlen besonders unruhig sind.
- Die Klickrate ist ein Quotient. Bei elf Einblendungen springt sie von neun auf achtzehn Prozent, sobald ein einziger Mensch klickt.
- Die mittlere Position mittelt über alle Einblendungen. Platz zwei bei zehn Anfragen und Platz vierzig bei zehn anderen ergeben eine 21, die es nie gab.
- Eine sinkende mittlere Position kann bedeuten, dass Sie neu für viele schwache Anfragen erscheinen — also gerade nicht, dass etwas schlechter wurde.
- Beide Werte gehören ausschliesslich pro Anfrage oder pro Seite gelesen, nie als Gesamtwert der Domain.
Die Ansicht zur Keyword-Dynamik nimmt einem diese Rechnerei ab: Sie führt auf, welche Begriffe in die Top 3, die Top 10 und die Top 30 gewandert sind und welche herausgefallen sind. Für einen Bericht an die Geschäftsleitung ist das die brauchbarste Seite im ganzen Werkzeug, weil sie Bewegungen benennt statt Durchschnitte. Eine Zeile «vier Begriffe neu in den Top 10, zwei verloren» führt zu einer Diskussion; eine Zeile «mittlere Position 18,4» führt zu Schweigen.
| Beobachtung | Naheliegender Schluss | Was tatsächlich zu prüfen ist |
|---|---|---|
| Klickrate fällt, Klicks bleiben | Die Anzeige wurde unattraktiver | Ob neue, breitere Anfragen dazugekommen sind |
| Mittlere Position verschlechtert sich | Rankingverlust | Aufteilung nach Anfragen: sind Begriffe dazugekommen? |
| Einblendungen springen, Klicks nicht | Erfolg | Ob die neuen Anfragen zum Angebot passen |
| Eine Seite verliert Klicks | Die Seite ist schlechter geworden | Ob eine andere eigene Seite dieselbe Anfrage übernommen hat |
| Alles bewegt sich seitwärts | Nichts passiert | Keyword-Dynamik: Ein- und Austritte heben sich oft auf |
| Ein Begriff verschwindet ganz | Strafe | Ob die Anfrage saisonal ist oder das Ergebnisformat gewechselt hat |
Abfragen beschreiben den Markt, Seiten beschreiben Ihren Bestand
Die beiden Aufteilungen beantworten unterschiedliche Fragen, und wer sie verwechselt, baut die falschen Seiten. Die Abfrageansicht sagt, was Menschen eintippen — das ist eine Aussage über den Markt, nicht über Sie. Die Seitenansicht sagt, welche Ihrer Adressen dabei erschienen sind — das ist eine Aussage über Ihren Bestand. Erst die Kombination beider sagt, ob das eine zum anderen passt.
Was der Markt eintippt
Nützlich, um Lücken zu finden: Formulierungen, die Einblendungen erzeugen, für die aber keine passende Seite existiert.
- Begriffe ohne eigene Zielseite
- Formulierungen mit und ohne Ortsnamen
- Deutsche und englische Varianten desselben Begriffs
Was Ihr Bestand abdeckt
Nützlich, um Doppelungen zu finden: zwei eigene Seiten, die um dieselbe Anfrage konkurrieren, und keine gewinnt.
- Seiten mit Einblendungen, aber ohne Klicks
- Seiten, die für fremde Themen erscheinen
- Alte Beiträge, die neuere Seiten verdrängen
Anfrage mal Seite
Die eigentliche Arbeitsansicht. Erst die Kombination zeigt, ob die richtige Seite für die richtige Anfrage steht.
- Falsche Seite auf gutem Platz
- Richtige Seite auf schlechtem Platz
- Zwei eigene Seiten im Wechsel
In der Schweiz kommt eine Eigenheit dazu, die es in grösseren Sprachmärkten so nicht gibt: Ein erheblicher Teil der Anfragen läuft in Hochdeutsch, gesprochen wird aber Schweizerdeutsch, und geschrieben wird je nach Firma mit oder ohne Umlaut, mit «Zürich» oder «Zurich», mit doppeltem s oder mit ß. Diese Varianten stehen als getrennte Zeilen im Bericht. Wer sie nicht zusammenzieht, unterschätzt regelmässig, wie stark ein Thema tatsächlich nachgefragt wird.
Der Aufwand dafür ist gering und lohnt sich sofort: Exportieren Sie die Abfragezeilen eines Quartals, normalisieren Sie Umlaute und Schreibweisen in einer zusätzlichen Spalte und summieren Sie über diese Spalte. Aus vier Zeilen mit je vierzig Einblendungen wird eine Zeile mit hundertsechzig — und aus einem angeblichen Nischenthema ein Thema mit eigener Seite. Für den Aufbau dieser Seiten gibt es eine eigene Leistung, aber die Auswertung selbst braucht nur eine Tabellenkalkulation.
Der Länderschnitt, den ein Zürcher Anbieter wirklich braucht
Für eine Firma, die aus Zürich heraus verkauft, ist der Länderschnitt keine Nebenansicht, sondern die wichtigste Korrektur an allen anderen Zahlen. Deutschsprachige Inhalte werden zuverlässig auch in Deutschland und Österreich eingeblendet. Dieser Traffic ist nicht falsch, aber er ist in den meisten Fällen nicht verkäuflich — und er verwässert jede Gesamtzahl, in der er mitläuft.
Praktisch heisst das: Alle Schwellenwerte, die Sie sich setzen, gehören auf den Schweizer Anteil gerechnet. Eine Seite mit sechs Prozent Klickrate gesamt kann im Schweizer Schnitt bei achtzehn Prozent stehen — und ist damit keine Baustelle, sondern eine der besseren Seiten des Bestands. Wer diese Trennung nicht macht, überarbeitet regelmässig genau die Seiten, die bereits funktionieren.
Umgekehrt lohnt der Blick auf das Ausland, sobald ein Export- oder Beratungsgeschäft dahintersteht. Dann ist die deutsche Nachfrage kein Rauschen, sondern ein zweiter Markt, der eine eigene Zielseite und eine eigene Entscheidung verdient. Welche der beiden Lesarten gilt, entscheidet nicht das Werkzeug, sondern Ihr Vertrieb — und die Antwort gehört einmal im Jahr überprüft, weil sie sich mit dem Angebot ändert.
Geräte, und was der Schnitt über die Absicht verrät
Der Geräteschnitt wird meist als Frage der Darstellung gelesen — ist die Seite auf dem Telefon in Ordnung? Interessanter ist er als Hinweis auf die Absicht. Bei geschäftlichen Dienstleistungen im Raum Zürich verschiebt sich die Verteilung mit der Art der Anfrage: Wer sich orientiert, tut das unterwegs auf dem Telefon; wer vergleicht, Preise prüft und Unterlagen herunterlädt, sitzt am Rechner.
- Hoher Telefonanteil bei einer Angebotsseite heisst oft: Die Seite wird gefunden, aber in einer frühen Phase gelesen.
- Hoher Rechneranteil bei einem Blogbeitrag heisst oft: Der Beitrag wird während der Arbeit gelesen — ein gutes Zeichen für B2B.
- Klickrate am Telefon deutlich unter der am Rechner weist auf einen Titel hin, der abgeschnitten dargestellt wird.
- Tablet-Zeilen sind bei Schweizer Volumina fast immer zu klein für eine Entscheidung.
Der praktische Nutzen liegt in der Reihenfolge der Arbeiten. Eine Seite, die überwiegend am Telefon gefunden wird, braucht zuerst einen kurzen, vollständigen Titel und eine sofort sichtbare Kontaktmöglichkeit. Eine Seite, die überwiegend am Rechner gelesen wird, verträgt Tabellen, Zahlen und einen längeren Text. Dieselbe Überarbeitung, in der falschen Reihenfolge angewandt, bringt in beiden Fällen wenig.
Zeitvergleich, und die zwei Tage, die niemand lesen sollte
Die Voreinstellungen über 28 und 90 Tage decken die beiden Fragen ab, die man wirklich hat: Wie war der letzte Monat, und wie sieht das Quartal aus? Wichtig ist die Verzögerung: Die Daten der letzten beiden Tage sind unvollständig. Wer am Montagmorgen den Bericht bis Sonntag zieht, sieht für das Wochenende zu wenig — und erklärt sich einen Einbruch, den es nicht gibt.
Für Vergleiche gilt dieselbe Vorsicht wie bei den Durchschnitten: Zwei Zeiträume sind nur dann vergleichbar, wenn dahinter dieselbe Menge an Seiten steht. Nach einem Relaunch, nach dem Löschen alter Beiträge oder nach dem Zusammenlegen von Sprachversionen vergleichen Sie zwei verschiedene Websites miteinander. Solche Ereignisse gehören in einer Zeile neben der Kurve vermerkt, sonst diskutiert die Runde ein halbes Jahr später über einen Effekt, den ein Umzug verursacht hat.
Wer sonst noch im selben Feld steht
Die Wettbewerbsansicht listet Domains, die für dieselben Begriffe erscheinen, mit ihrer Domain Authority und der Zahl gemeinsamer Begriffe. In Zürich ist diese Liste erfahrungsgemäss dreigeteilt, und die drei Gruppen verlangen völlig unterschiedliche Antworten.
| Gruppe | Typisch | Sinnvolle Reaktion |
|---|---|---|
| Direkte Anbieter aus der Region | Ähnliche Grösse, ähnliches Angebot | Begriff für Begriff vergleichen, Lücken schliessen |
| Grosse Portale und Verzeichnisse | Hohe Autorität, geringe Tiefe | Nicht frontal angreifen, sondern spezifischere Anfragen besetzen |
| Deutsche Anbieter ohne Schweizer Bezug | Erscheinen mit, verkaufen aber nicht hier | Ortsbezug und Schweizer Belege deutlicher machen |
Die generative Marktauswertung ordnet dasselbe Feld noch einmal anders: Sie schätzt, in welchem Rang ein Anbieter im Markt wahrgenommen wird, und benennt Themenlücken. Das ersetzt die Positionsliste nicht, ist aber die schnellere Antwort auf die Frage, warum ein Wettbewerber mit schwächeren Zahlen trotzdem öfter genannt wird. Wo daraus Aufbauarbeit an Verweisen folgt, gehört sie in die Ausbaustufe mit manueller Auswahl, weil die Zielseiten in einem so kleinen Feld einzeln entschieden werden wollen.
Ein Hinweis zur Domain Authority in dieser Liste: Sie ist eine Schätzung und kein Naturgesetz. In einem Feld mit wenigen hundert Suchen im Monat entscheidet regelmässig die genauere Seite gegen die stärkere Domain. Behandeln Sie den Wert deshalb als Sortierhilfe, nicht als Zielgrösse — wer ihn zur Kennzahl macht, arbeitet ein Jahr an Verweisen und übersieht, dass drei fehlende Unterseiten das eigentliche Problem waren.
Vom Bericht zur Entscheidung
Die Firmen, die aus ihren Suchdaten etwas machen, sind selten die mit den meisten Ansichten. Es sind die, in denen jemand vorher aufgeschrieben hat, welche Beobachtung welche Handlung auslöst — in Zahlen, nicht in Absichten.
Wann eine Seite überarbeitet wird
Beispiel: mindestens 200 Schweizer Einblendungen im Quartal, Klickrate unter vier Prozent, Position zwischen fünf und fünfzehn.
- Titel und Beschreibung zuerst
- Erst danach der Text
- Ergebnis nach 28 Tagen prüfen
Wann eine neue Seite entsteht
Beispiel: eine Anfrage mit Einblendungen über zwei Quartale, für die keine eigene Seite existiert und die zum Angebot passt.
- Vorher prüfen, ob eine bestehende Seite reicht
- Zielanfrage schriftlich festhalten
- Interne Verlinkung gleich mitplanen
Wann nichts getan wird
Der am häufigsten fehlende Fall. Ohne ihn wird jede Schwankung zur Aufgabe.
- Weniger als 50 Einblendungen im Quartal
- Bewegung kleiner als drei Positionen
- Saisonale Begriffe ausserhalb der Saison
Wer diese drei Schwellen einmal festlegt, verkürzt die monatliche Besprechung auf zwanzig Minuten. Für die technische Umsetzung der daraus entstehenden Aufgaben gibt es eine eigene Leistung; für die inhaltliche Seite eine zweite. Der Bericht sagt nur, welche der beiden gerade dran ist — und wenn beide dran sind, welche zuerst.
Was diese Zahlen nicht können
Der letzte Punkt ist der wichtigste und wird am seltensten ausgesprochen: Suchdaten sagen nichts über den Wert eines Besuchs. Vierzig Klicks von Personen, die einen Anbieter für ein Mandat suchen, sind für eine Zürcher Kanzlei mehr wert als viertausend Klicks von Studierenden, die eine Definition brauchen. Diese Gewichtung steht in keinem Bericht; sie kommt aus dem Vertrieb und muss von Hand danebengelegt werden. Wer sie einmal aufschreibt, liest jeden folgenden Bericht in der halben Zeit — und streicht die Hälfte der Aufgaben, die vorher darin standen.
Wenn Sie Ihre eigenen Zahlen mit dieser Brille lesen wollen, verbinden Sie Ihre Domain im Semalt-Arbeitsbereich und lassen Sie ein Quartal vergehen. Erfahrungsgemäss ist es nicht die mittlere Position, die den Plan zuerst verändert — es ist die Liste der Begriffe, die still von der ersten Seite verschwunden sind, und in der Schweiz steht auf dieser Liste fast immer ein Ortsname zu viel oder zu wenig. Weitere Beiträge dazu stehen im Blog.
Warum weichen Search Console und Positionsverfolgung voneinander ab?
Weil sie verschiedene Dinge messen. Die Search Console mittelt über alle tatsächlichen Einblendungen, also über Orte, Geräte und Personalisierung hinweg. Die Positionsverfolgung fragt eine standardisierte Ergebnisliste ab. Eine Differenz von mehreren Plätzen ist normal; wichtig ist, dass beide Kurven in dieselbe Richtung zeigen.
Wie viele Begriffe sollte ein Schweizer KMU verfolgen?
Weniger, als die meisten Listen enthalten. Sinnvoll sind die Begriffe, zu denen es eine Zielseite gibt oder geben soll, plus die Varianten mit und ohne Ortsbezug. Alles andere erzeugt Zeilen, aber keine Entscheidungen. Fünfzig gut gewählte Begriffe schlagen fünfhundert geerbte.
Sollen deutsche Einblendungen aus dem Bericht herausgerechnet werden?
Nicht herausgerechnet, aber getrennt ausgewiesen. Der Schweizer Anteil ist die Zahl, an der Sie Ihre Schwellen ausrichten. Der deutsche Anteil ist eine eigene Frage: Wenn Sie dorthin verkaufen können, ist er ein Markt; wenn nicht, ist er Hintergrundrauschen, das jede Gesamtklickrate nach unten zieht.
Wie oft lohnt sich ein Blick in die Berichte?
Ein fester Termin im Monat für die Entscheidungen, ein kurzer Blick pro Woche auf Fehler und Indexierung. Tägliches Nachsehen erzeugt bei Schweizer Volumina fast nur Scheinbewegungen, weil einzelne Klicks die Quotienten spürbar verschieben.
Was ist der häufigste Auswertungsfehler?
Die mittlere Position der ganzen Domain als Fortschrittsanzeige zu benutzen. Sie mittelt zwei Effekte, die einander aufheben können: bessere Platzierungen bei bestehenden Begriffen und neue Sichtbarkeit bei schwachen Begriffen. Beides ist Fortschritt, zusammengezählt sieht es nach Stillstand aus.
Ab wann ist eine Veränderung überhaupt eine Veränderung?
Bei kleinen Volumen erst, wenn sie über zwei aufeinanderfolgende Berichtszeiträume bestehen bleibt und die betroffene Zeile mindestens im dreistelligen Bereich Einblendungen hat. Alles darunter gehört beobachtet, nicht bearbeitet — und schon gar nicht erklärt.
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