Eine Schweizer Website ist selten eine Website. Sie ist dieselbe Website in zwei bis vier Sprachfassungen, dazu Merkblätter als PDF, dazu ein Bereich für Medien und einer für Stellen. Aus zweihundert Seiten werden so schnell achthundert Adressen — und die Frage, welche davon Google überhaupt kennt, wird zur wichtigsten technischen Frage des Jahres.

Der Reflex ist verbreitet und falsch: eine Sitemap einreichen und davon ausgehen, damit sei die Sache erledigt. Eine Sitemap ist ein Vorschlag. Was daraus wird, entscheidet die Suchmaschine, und sie entscheidet es für jede Adresse einzeln. Zwischen «eingereicht» und «indexiert» liegen zwei Schritte, die man getrennt betrachten muss, weil sie an unterschiedlichen Stellen scheitern.

Wer das nicht trennt, führt eine Diskussion, die es in dieser Form nicht gibt. «Die Seite ist nicht bei Google» kann bedeuten, dass niemand sie verlinkt hat, dass ein Serverfehler den Abruf verhinderte, dass eine Regel in der robots.txt sie sperrt oder dass sie schlicht als überflüssig eingestuft wurde. Vier Ursachen, vier verschiedene Antworten, und nur eine davon hat mit dem Einreichen zu tun.

Dieser Beitrag beschreibt die Kette vom Auffinden bis zur Aufnahme, mit dem Blick auf das, was mehrsprachige Bestände besonders trifft. Die praktischen Teile beziehen sich auf den Indexierungsbereich im Semalt-Panel; das Vorgehen ist auf jedes andere Werkzeug übertragbar.

Kette · drei Schritte

Auffinden, Abrufen, Aufnehmen — drei verschiedene Dinge

Eine Adresse muss erst gefunden werden, dann abgerufen, dann bewertet. Jeder Schritt kann für sich fehlschlagen, und jeder Fehlschlag sieht in der Auswertung anders aus. Wer die drei Schritte zusammenwirft, sucht den Fehler regelmässig an der falschen Stelle.

  • Auffinden heisst: Die Adresse ist der Suchmaschine bekannt — über einen Verweis, eine Sitemap oder eine Meldung.
  • Abrufen heisst: Der Bot hat die Seite geholt. Bis hierhin sagt nichts darüber aus, ob sie je erscheinen wird.
  • Aufnehmen heisst: Die Seite steht im Index und kann eingeblendet werden. Das ist eine Bewertungsentscheidung, keine technische.
  • Zwischen zwei und drei liegt der häufigste Verlust: abgerufen, aber als zu ähnlich zu einer anderen eigenen Seite eingestuft.
Was der Verlauf je Adresse zeigt. Der Bot-Besuch mit Zeitstempel, der Status und die Fehlerdetails stehen pro Adresse in einem eigenen Protokoll. Damit lässt sich die Frage «wurde die Seite überhaupt geholt?» beantworten, ohne im Server-Log zu graben — für viele Redaktionen der erste Zugang zu dieser Information überhaupt.
Schweizer Eigenart · Sprachen

Warum mehrsprachige Bestände besonders leiden

Vier Sprachfassungen derselben Seite sind vier Adressen mit weitgehend derselben Struktur, denselben Bildern, denselben Tabellen — und, wenn die Übersetzung maschinell und knapp ausgefallen ist, mit sehr ähnlicher Wortverteilung. Genau das ist die Konstellation, in der die Bewertung eine Fassung behält und die anderen liegen lässt.

Muster 1

Die Sprachfassung, die nie ankommt

Französisch und Italienisch trifft es häufiger als Deutsch, weil sie meist später entstanden sind und weniger interne Verweise haben.

Diagnose
  • Symptom Die deutsche Fassung erscheint, die französische steht im Bericht als bekannt, aber nicht aufgenommen.
  • Erste Prüfung Wie viele interne Verweise zeigen auf die französische Fassung? Oft ist es genau einer, der Sprachumschalter.
  • Zweite Prüfung Verweisen die Sprachangaben wechselseitig aufeinander, und zeigt jede Fassung auf sich selbst als bevorzugte Adresse?
  • Übliche Ursache Die zweite Fassung hängt strukturell in der Luft — sie ist erreichbar, aber nirgends eingebunden.
1 000
Adressen pro Tag und Konto
10 000
Adressen je Stapel
3
Ebenen bei verschachtelten Sitemaps
Muster 2

Der Bestand, der schneller wächst als er geprüft wird

Filter, Sortierungen und Kalenderansichten erzeugen Adressen, die niemand bestellt hat.

Aufräumen
  • Symptom Die Zahl bekannter Adressen liegt um ein Vielfaches über der Zahl echter Seiten.
  • Erste Prüfung Welche Parameter erscheinen in den bekannten Adressen? Sortier- und Filterparameter sind die üblichen Verdächtigen.
  • Zweite Prüfung Steht in der Sitemap wirklich nur, was erscheinen soll — oder alles, was das System ausgeben kann?
  • Übliche Ursache Die Sitemap wird automatisch erzeugt und niemand hat je hineingeschaut.
1 000
Sitemaps je Auftrag
2
Aufträge gleichzeitig
20
Aufträge in der Warteschlange

Beide Muster haben dieselbe Wurzel: Der Bestand ist gewachsen, ohne dass jemand die Liste geführt hat. Die Gegenmassnahme ist unspektakulär und wirkt zuverlässig — eine Aufstellung aller Adressen, die erscheinen sollen, gegen die Aufstellung aller Adressen, die das System ausgibt. Die Differenz ist die Arbeitsliste.

Befund im BerichtBedeutetNächster Schritt
Gefunden, zurzeit nicht indexiertBekannt, aber nicht für wertvoll genug befundenInterne Verweise und eigenständigen Inhalt prüfen
Gecrawlt, zurzeit nicht indexiertAbgerufen und liegen gelassenÄhnlichkeit zu anderen eigenen Seiten prüfen
Alternative Seite mit kanonischem TagEine andere Adresse gilt als das OriginalKanonische Angaben und Sprachverweise prüfen
Durch robots.txt blockiertDer Abruf wurde untersagtRegel prüfen — oft ein Erbe aus der Testphase
WeiterleitungsfehlerKette oder SchleifeZiel direkt setzen, nicht über Zwischenstationen
Serverfehler beim AbrufDer Bot kam zur falschen ZeitAntwortzeiten und Sperrlisten prüfen

Was das Einreichen tatsächlich leistet

Die Meldung einer Adresse beschleunigt den ersten Schritt, das Auffinden. Sie ersetzt weder eine sinnvolle interne Verlinkung noch einen Grund, warum die Seite im Index stehen sollte. Wer eine schwache Seite tausendmal meldet, bekommt eine schwache Seite, die schneller nicht aufgenommen wird.

Sinnvoll

Neue und geänderte Seiten

Nach einer Veröffentlichung, einer Preisänderung oder einer inhaltlichen Überarbeitung. Hier bringt die Meldung echte Tage.

  • Neue Sprachfassung einer bestehenden Seite
  • Aktualisierte Merkblätter und Preisseiten
  • Seiten nach einem Adresswechsel
Sinnvoll

Nach einem Umzug

Wenn viele Adressen gleichzeitig neu sind, ist der Stapelbetrieb die einzige praktikable Form.

  • Bis zu 10 000 Adressen je Stapel
  • Tagesbudget von 1 000 Adressen je Konto
  • Weiterleitung von der alten Adresse behalten
Wirkungslos

Als Dauerbetrieb

Dieselben unveränderten Adressen wöchentlich zu melden verbraucht das Budget und ändert nichts an der Bewertung.

  • Unveränderte Archivseiten
  • Filter- und Sortieradressen
  • Seiten, die absichtlich nicht erscheinen sollen

Die Übergabe läuft zusätzlich über die IndexNow-Schnittstelle, die GoogleBot und BingBot bedient. Für den zweiten Bot ist das oft der spürbarere Teil, weil dort die Aufnahme neuer Adressen ohnehin schneller geht. Für Schweizer Firmen mit Kundschaft in Verwaltungen und Grossunternehmen ist das kein Randthema — dort läuft ein nennenswerter Teil der Suche nicht über Google.

Eine Zahl hilft bei der Planung: Verschachtelte Sitemaps werden bis zu drei Ebenen tief gelesen, und ein Auftrag verarbeitet bis zu tausend Karten. Für einen typischen Schweizer Firmenauftritt ist das weit mehr als nötig; interessant wird es bei Portalen, die je Kanton oder je Produktlinie eine eigene Karte führen. Wer dort auf eine vierte Ebene verschachtelt hat, verliert alles unterhalb davon — und merkt es nur, wenn er nachzählt.

Das Nachzählen selbst ist die unterschätzte Arbeit an dieser Stelle. Nehmen Sie die Zahl der Adressen in Ihren Sitemaps, die Zahl der bekannten Adressen im Bericht und die Zahl der Seiten, die Ihr Redaktionssystem als veröffentlicht führt. Wenn diese drei Zahlen um mehr als zehn Prozent auseinanderliegen, hat eines der drei Systeme eine Vorstellung von Ihrer Website, die nicht stimmt. Welches es ist, klärt eine Stunde Stichproben — und danach ist die Diskussion über Indexierung eine andere.

Reihenfolge · Aufräumen

Die Reihenfolge, in der ein gewachsener Bestand aufgeräumt wird

Die Versuchung ist gross, mit dem Einreichen anzufangen, weil es sich nach Fortschritt anfühlt. Sinnvoller ist die umgekehrte Reihenfolge: erst wegnehmen, dann verbinden, dann melden. Wer meldet, bevor er aufgeräumt hat, meldet die Unordnung mit.

  • Schritt eins Adressen bestimmen, die gar nicht erscheinen sollen — Filter, Suchergebnisse, Druckansichten, alte Testbereiche.
  • Schritt zwei Sitemap auf genau die Adressen kürzen, die erscheinen sollen, getrennt nach Sprachfassung.
  • Schritt drei Interne Verweise so setzen, dass jede Seite von mindestens zwei anderen erreichbar ist.
  • Schritt vier Erst jetzt melden, und zwar nur, was neu oder geändert ist.
Der Fehler, der Monate kostet. Nach einem Relaunch die alte Sitemap mit den alten Adressen stehen zu lassen. Die Suchmaschine bekommt dann zwei widersprüchliche Listen und braucht Wochen, um zu entscheiden, welche gilt. Die alte Sitemap gehört gelöscht, sobald die Weiterleitungen stehen — nicht später.

Zur Reihenfolge gehört auch eine Entscheidung, die gern vertagt wird: Was passiert mit Seiten, die es gibt, die aber niemand braucht? Ein Archiv aus Medienmitteilungen von 2014, Stellenausschreibungen von vorletztem Jahr, drei Landingpages aus einer Kampagne, die niemand mehr kennt. Die bequeme Antwort ist, sie stehen zu lassen, weil sie nicht stören. Sie stören doch — jede dieser Adressen zieht Abrufe auf sich und steht in jeder Auswertung als Zeile ohne Klicks. Entweder sie bekommen eine Aufgabe, oder sie werden auf die passende aktuelle Seite weitergeleitet. Ein drittes gibt es nicht, und die Überarbeitung bestehender Seiten beginnt genau mit dieser Entscheidung.

PDF-Merkblätter, die Schweizer Spezialität

In kaum einem Markt hängen so viele Informationen an PDF-Dateien wie hier: Produktblätter, Reglemente, Preislisten, Jahresberichte. Diese Dateien werden indexiert und erscheinen in der Suche, und sie machen dabei drei Dinge, die selten beabsichtigt sind.

VerhaltenFolgeUmgang damit
Das PDF steht vor der HTML-SeiteBesuch endet in einer Datei ohne NavigationAuf der HTML-Seite dieselbe Information zuerst anbieten
Alte Fassungen bleiben erreichbarZwei Preislisten im IndexAlte Datei entfernen und auf die neue weiterleiten
Sprachfassungen im selben DokumentKeine saubere Sprachzuordnung möglichJe Sprache eine Datei, je Datei eine Zielseite

Der Umgang damit ist keine Frage der Technik, sondern der Ablage: Jede Datei braucht eine zuständige Seite, auf der sie verlinkt ist und die den Inhalt in Kürze erklärt. Wer das durchzieht, gewinnt zweimal — die Datei bleibt auffindbar, und der Besuch landet zuerst dort, wo es einen Kontakt gibt. Für die technische Umsetzung solcher Aufräumarbeiten gibt es eine eigene Leistung.

Was gemessen wird, während der Auftrag läuft

Während ein Stapel abgearbeitet wird, laufen drei Zähler mit: eingereicht, gefunden, fehlgeschlagen. Diese drei Zahlen beantworten die einzige Frage, die während der Wartezeit sinnvoll ist — läuft es, und wenn nicht, woran hängt es? Alles Weitere ist Geduld.

Realistische Erwartung. Bei einem Tagesbudget von 1 000 Adressen und zwei gleichzeitigen Aufträgen ist ein Bestand von 8 000 Adressen in gut einer Woche gemeldet. Die Aufnahme in den Index folgt daraus nicht automatisch und braucht in der Regel deutlich länger als die Meldung selbst.

Sinnvoll ist es, nach dem ersten Durchlauf eine Stichprobe zu ziehen: dreissig Adressen quer über alle Sprachfassungen, ihr Protokoll ansehen, den Status notieren. Wenn achtundzwanzig davon abgerufen und aufgenommen wurden, ist die Kette in Ordnung und die restlichen zwei sind Einzelfälle. Wenn zwölf davon als abgerufen und nicht aufgenommen dastehen, ist es kein Meldeproblem, sondern ein Inhaltsproblem — und dann hilft kein weiterer Stapel.

Die Stichprobe hat noch einen zweiten Zweck, der über die Technik hinausgeht: Sie zwingt jemanden, dreissig eigene Seiten anzusehen. In fast jedem Bestand fällt dabei etwas auf, das in keinem Bericht steht — eine Seite mit einer Telefonnummer, die seit dem Umzug nicht mehr stimmt, eine Preisangabe ohne Mehrwertsteuerhinweis, eine Übersetzung, die im zweiten Absatz abbricht. Diese Funde rechtfertigen den Aufwand oft schon allein, unabhängig davon, was der Indexierungsbericht sagt.

Für den laufenden Betrieb ist ausserdem wichtig, wer die Meldungen auslöst. Wenn das die Redaktion selbst tun kann, geschieht es beim Veröffentlichen und ist erledigt. Wenn dafür eine Anfrage an eine Agentur nötig ist, geschieht es in der Praxis alle paar Wochen gesammelt — und die schnelle Aufnahme neuer Seiten, die der ganze Aufwand erreichen sollte, ist wieder dahin. Die Auswertung des Marktumfelds ist davon unabhängig, aber der Indexierungsteil lebt davon, dass er dort sitzt, wo veröffentlicht wird.

Betrieb · dauerhaft

Was danach im Betrieb bleibt

Der einmalige Aufräumtag ist der leichte Teil. Schwieriger ist, den Zustand zu halten, während die Redaktion weiterarbeitet und die Sprachfassungen unterschiedlich schnell nachziehen. Drei Gewohnheiten reichen dafür aus.

Wöchentlich

Der kurze Blick

Neue Fehler im Bericht, neue Adressen, die niemand erwartet hat. Fünf Minuten reichen, wenn man weiss, wonach man schaut.

  • Neue Serverfehler
  • Sprunghafter Anstieg bekannter Adressen
  • Neu blockierte Bereiche
Bei jeder Veröffentlichung

Die Sprachfassungen zusammen

Eine neue Seite ohne ihre Übersetzungen erzeugt genau das Muster aus Abschnitt zwei.

  • Sprachverweise wechselseitig setzen
  • Aus mindestens zwei Seiten verlinken
  • Erst danach melden
Quartalsweise

Der Abgleich

Soll-Liste gegen Ist-Liste. Die Differenz ist die Arbeit des nächsten Quartals.

  • Adressen, die fehlen
  • Adressen, die zu viel sind
  • Dateien ohne zuständige Seite

Wer diese drei Punkte automatisiert haben möchte statt sie im Kalender zu führen, findet sie im Grundpaket der Kampagnenautomatisierung wieder; die manuelle Auswahl von Zielseiten und Verweisen gehört zur grösseren Stufe. Die Entscheidung dazwischen ist eine Kostenfrage und keine technische.

Ein realistischer Zeitplan

Zwischen dem ersten Aufräumtag und sichtbarer Wirkung liegen bei einem mittleren Schweizer Bestand sechs bis zehn Wochen. Der erste Effekt ist meist nicht mehr Traffic, sondern weniger Rauschen: Die Zahl der bekannten, aber nicht aufgenommenen Adressen fällt, und die Berichte werden lesbar. Der zweite Effekt ist, dass neue Seiten schneller erscheinen — von zwei bis drei Wochen auf wenige Tage.

Erst danach beginnt der Teil, der in Klickzahlen sichtbar wird, und er hängt nicht mehr an der Indexierung, sondern am Inhalt. Diese Reihenfolge ist wichtig für die Erwartungshaltung: Die Aufräumarbeit ist eine Voraussetzung, kein Wachstumshebel. Sie sorgt dafür, dass alles Folgende überhaupt gemessen werden kann.

Für die Planung im Team ist eine zweite Zeitangabe nützlicher als die erste: Wie lange dauert es, bis eine neu veröffentlichte Seite erscheint? Diese Zahl kann man messen, indem man bei den nächsten zehn Veröffentlichungen Datum und erste Einblendung notiert. Nach einem Quartal haben Sie eine Erfahrungszahl für Ihren eigenen Bestand — und die ist in jeder Terminplanung mehr wert als jede allgemeine Faustregel. In gepflegten Beständen liegt sie oft bei zwei bis vier Tagen, in ungepflegten bei zwei bis vier Wochen, und der Unterschied zwischen beiden ist fast vollständig die Arbeit aus Abschnitt vier.

Diese Messung hat einen angenehmen Nebeneffekt in der internen Diskussion. Technische Aufräumarbeit lässt sich schwer verkaufen, solange sie als Hygiene gilt. Sobald daneben steht, dass eine Kampagnenseite drei Wochen statt drei Tagen bis zur Sichtbarkeit braucht, wird daraus eine Terminfrage — und Terminfragen werden in den meisten Häusern schneller entschieden als Qualitätsfragen.

Grenzen und Nebenwirkungen

Was das Melden nicht kann. Es erzwingt keine Aufnahme. Es hebt keine Bewertung an. Es repariert keine doppelten Inhalte, und es ersetzt keine internen Verweise. Bei Beständen unter zweihundert Adressen ist der spürbare Nutzen gering — dort findet die Suchmaschine ohnehin alles. Interessant wird das Verfahren ab dem Punkt, an dem der Bestand grösser ist als die Aufmerksamkeit, die ihm jemand widmen kann.

Eine letzte Nebenwirkung, die selten erwähnt wird: Ein sauber geführter Bestand macht Lücken sichtbar, die vorher im Rauschen verschwanden. Nach dem Aufräumen steht oft fest, dass die italienische Fassung seit zwei Jahren nicht gepflegt wurde und die Hälfte der Merkblätter veraltet ist. Das ist keine schlechte Nachricht, sondern der eigentliche Ertrag der Übung — vorher war es eine Vermutung, jetzt ist es eine Liste.

Wenn Sie den Zustand Ihres eigenen Bestands sehen wollen, verbinden Sie die Domain im Semalt-Panel und reichen Sie zunächst nur die Sitemap ein, ohne einen einzigen Stapel. Was danach im Bericht steht, ist die ehrlichste Bestandsaufnahme, die Sie in einer Stunde bekommen können. Weitere Beiträge zu diesem Themenkreis stehen im Blog.

Fragen · kurz beantwortet
Wie lange dauert es von der Meldung bis zur Aufnahme?

Die Meldung selbst ist eine Sache von Stunden. Die Aufnahme hängt an der Bewertung und dauert bei neuen Seiten typischerweise Tage bis Wochen. Eine Garantie gibt es nicht, und jedes Werkzeug, das eine verspricht, verspricht etwas, worüber es nicht entscheidet.

Sollen alle Sprachfassungen in dieselbe Sitemap?

Getrennte Sitemaps je Sprache sind übersichtlicher und lassen sich einzeln prüfen. Wichtig ist weniger die Aufteilung als die Vollständigkeit der wechselseitigen Sprachverweise und dass jede Fassung sich selbst als bevorzugte Adresse nennt.

Was tun mit Seiten, die dauerhaft nicht aufgenommen werden?

Zuerst prüfen, ob sie sich inhaltlich von einer anderen eigenen Seite unterscheiden. Wenn nicht, zusammenlegen und weiterleiten. Wenn doch, interne Verweise ergänzen und den eigenständigen Teil ausbauen. Erneutes Melden allein ändert am Befund nichts.

Schadet es, zu viele Adressen zu melden?

Es schadet dem Tagesbudget und Ihrer Übersicht. Ein Konto verarbeitet 1 000 Adressen pro Tag; wer davon achthundert für unveränderte Archivseiten verbraucht, wartet mit den neuen Seiten unnötig lange. Ein direkter Nachteil für die Bewertung ist nicht zu erwarten.

Wie merke ich, dass es ein Inhalts- und kein Technikproblem ist?

Am Status im Protokoll. Steht dort, dass abgerufen und nicht aufgenommen wurde, war die Technik in Ordnung und die Entscheidung fiel danach. Steht dort ein Serverfehler oder eine Sperre, ist es umgekehrt. Diese Unterscheidung spart die meisten Fehlversuche.

Lohnt sich IndexNow für eine Schweizer Firmenwebsite?

Wenn ein nennenswerter Teil Ihrer Kundschaft in Umgebungen arbeitet, in denen Bing die vorgegebene Suche ist — Verwaltungen, Grossunternehmen mit gesetztem Browser — dann ja. Der Aufwand ist gering, weil die Übergabe ohnehin mitläuft.

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